Skinny Jeans löste Nervenschäden aus

Für Ärzte ist eine regelmäßige Fortbildung gesetzlich vorgeschrieben. Nicht nur müssen alte Wissensinhalte aufgefrischt, auch neues Wissen muss integriert werden.

Nun wurde ein Fall bekannt, bei dem sich eine 35-jährige Australierin in hautengen Jeans (sogenannte „skinny jeans“) als Umzugshelferin (sic!) beteiligte. Nach längerer Hockstellung beim Ausräumen eines Schranks entwickelte die Frau Störungen der Sensibilität und Motorik.

Pic skinny jeans

skinny jeans

Was war passiert? Durch das lange Hocken und die von außen durch die Jeans angelegte Spannung kam es zur Einschränkung der Blutzufuhr in den Waden; in der Folge entwickelte sich eine Schwellung der Muskulatur und einer Druckschädigung der peripheren Nerven mit Taubheitsgefühlen und Lähmungen. Aus anderen Zusammenhängen ist eine solche Schädigungsfolge als „Kompartment-Syndrom“ bekannt.
Die Frau konnte sich mit Mühe in ein Krankenhaus retten, wo die Hose notfallmäßig aufgeschnitten werden musste. Glücklicherweise war die Schädigung noch nicht so weit fortgeschritten, die Symptome waren – nach allem was veröffentlicht wurde – komplett rückläufig.

Eventuell wird dieser erstmalig beschriebene Fall als „Syndrom der hautengen Jeans“ in die medizinischen Lehrbücher eingehen.