Satire: „Überwachungsskandal“

Was zum Lachen! Der folgende Beitrag wurde abgedruckt im Bayerischen Ärzteblatt, Ausgabe 9/2014, und entstammt ursprünglich dem Nachrichten-Portal: Der Postillon (Autor: Armin Razmdjou)
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Neuer Überwachungsskandal: Deutsche Ärzte sollen millionenfach Bürger abgehört haben

Droht nach den Enthüllungen über PRISM und TEMPORA bereits der nächste handfeste Überwachungsskandal? Diesem Magazin liegen Dokumente vor, aus denen hervorgeht, dass unbescholtene Bürger jahrzehntelang systematisch von Ärzten abgehört worden sind. Die Mediziner – eigentlich Vertrauenspersonen – sollen dafür unter anderem sogenannte Stethoskope verwendet haben. Regelmäßiges Ziel der umfassenden Abhörmaßnahmen seien vor allem innere Organe, wie Lunge und Herz gewesen. Auffälligkeiten und Abweichungen von der Norm wurden akribisch protokolliert. Bei bestehendem Anfangsverdacht kamen außerdem nicht selten weitere Highteck-Geräte zum Einsatz, mit denen die Betroffenen, im Ärzte-Fachjargon auch „Patienten“ genannt, buchstäblich durchleuchtet wurden.

Finanziert und koordiniert wurden und werden die Abhöraktionen von einem komplizierten Geflecht aus teils privaten, teils staatlichen Organisationen, die unter Codenamen wie AOK und Barmer auf dem gesamten Bundesgebiet operieren bzw. operieren lassen. „[…] Sämtliche Operationen seien vom Patienten genehmigt. Wenn abgehört wird, dann ausschließlich zum Wohl und im Interesse der Bürger. […]“

Jedoch geht aus den Dokumenten auch hervor: In sogenannten „Vorsorgeuntersuchungen“ sollen auch gezielt Patienten untersucht worden sein, für die zu diesem Zeitpunkt gar kein Befund vorlag. Die rechtliche Grundlage dafür ist umstritten.

Die von der Opposition geforderte „Aufklärung“ hat man von offizieller Seite bisher nur Pubertierenden versprochen – in den nächsten Tagen wird jedoch eine umfassende Stellungnahme erwartet.